Bretonischer Glanz (Kommissar Dupin #15), von Jean-Luc Bannalec
Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen Ein Krimifestival in Roscoff, eine ermordete Zwiebelbäuerin, Konflikte bei Celtic Ferries, Drohparolen an Hauswänden und eine obskure Zwiebel-Bruderschaft: „Bretonischer Glanz“ bringt zunächst alles mit, was einen Dupin-Krimi ausmacht. Roscoff ist stimmungsvoll, die bretonische Küste leuchtet, Kaffee und regionale Spezialitäten werden mit der gewohnten Hingabe serviert. Dupin bleibt als grantiger, eigenwilliger, zugleich menschlicher Ermittler erfreulich stabil; auch Riwal und Kadeg sorgen für vertraute Komik. Dann aber beginnt der Roman, sich auf eine Weise mit Autor_innen und Autorentum zu beschäftigen, die nicht ironisch, sondern vor allem selbstgefällig wirkt. Bannalec lässt eine Autorin sagen: » Was viel heißt, die große Mehrheit der Autoren leidet an schwerem Narzissmus, nicht selten in pathologischem Ausmaß. « Der Satz wäre ein hübscher Seitenhieb, wenn der Roman nicht umgehend selbst den Beweis antreten würde. Robert Rouxel schreibt über einen K...