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Showing posts with the label Historisch

Adolf Hitler: Die Jahre des Untergangs 1939-1945 (Adolf Hitler. Biographie 2), von Volker Ullrich

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Adolf Hitler: Die Jahre des Untergangs 1939-1945 Biographie (Adolf Hitler. Biographie 2) by Volker Ullrich Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen Präzision, Quellenfülle und historische Tiefe – Ullrichs Blick auf den Diktator im Untergang hilft. Geschichte verstehen, Gegenwart erkennen, Zukunft sichern. Meinen Worten aus meiner Rezension des ersten Bandes dieser herausragenden Hitler-Biographie von Volker Ullrich ist eigentlich nicht mehr viel hinzuzufügen. Die gleiche klare, präzise und ausnahmslos zielsichere Sprache kommt der inhaltlichen Darstellung zugute. Über 3000 Einzelbelege, die in den Anhängen dokumentiert sind, unterstreichen die Aussagen und Interpretationen Ullrichs. Nach einer kurzen Einleitung schildert der Autor Kapitel-intrinsisch und insbesondere in späteren Kapiteln auch übergreifend chronologisch von der weiteren Entwicklung Hitlers nach den “Jahren des Aufstiegs”. Dabei beleuchtet Ullrich insbesondere die von ihm als besonders prägend dargestellten Abschnitte: 1 Die...

Lichtspiel, von Daniel Kehlmann

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Lichtspiel by Daniel Kehlmann My rating: 3 of 5 stars Ich habe mich schwer getan mit diesem Roman Kehlmanns: Über weite Strecken, über knapp 75% des Buches, habe ich mich “durchbeißen” müssen. Kehlmann erzählt episodisch mit Zeitsprüngen über seinen Protagonisten G. W. Pabst sowie dessen Familie und Umfeld. Gleich zu Beginn ließ mich der Auftritt Pabsts fiktiven Regieassistentens, Wilzek, ratlos zurück. Wofür sollte das gut sein? Es klärt sich im letzten Viertel des Romans, aber ich empfand diese Rahmenhandlung, die auch ganz am Ende noch einmal aufgegriffen wird, als wenig hilfreich. “Freudlos” nannte ich den Roman, und das bleibt er durchgängig: Natürlich - das Sujet lässt keinen Raum für Freude, aber das vollständige Fehlen von Lesefreude hat es mir erschwert, dabei zu bleiben. Zumal mich Pabst als historische Figur wenig interessiert: Als Hitler Reichskanzler 1933 wird, ist Pabst in Frankreich. Für die Nazis gilt er als "der rote Pabst" und doch kehrt er aus...

Die Besessenen, von Witold Gombrowicz

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Die Besessenen von Witold Gombrowicz Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen » Der eigentliche Held, der alle anderen in den Schatten stellt, ist ganz sicher das Schloss Mysłocz, um das sich die authentischen Zaubereien ranken. Ein Monument der Unbeweglichkeit und des Schweigens, so taucht es aus der Nacht auf, aus dem Morast, erhebt sich aus dem Nebel, aus dem Wald, um Elegie zu verströmen oder Skandale zu entfesseln. Ganz zwanglos erhält der Raum des Romans eine Ordnung: verborgene Gemächer und unterirdische Gänge im feudalen Mysłocz, gemütlicher Speisesaal im verbürgerlichten Połyka, Gedränge und anrüchiges Durcheinander in den Etablissements von Warschau. Die Zeit drängt, dehnt sich aus oder verkürzt sich, wenn es darum geht, die zweifache Version eines Mordes vorzuführen. « Man soll seinen Helden nicht begegnen, denn man wird enttäuscht. Ebenso wenig sollte man wohl seinen glorifizierten Lieblingsbüchern wiederbegegnen… “ Die Besessenen ” von Witold Gombrowicz haben mich vo...

Luzies Erbe, von Helga Bürster

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Luzies Erbe by Helga Bürster My rating: 3 of 5 stars Ich sinniere nun schon ein paar Tage über dieses Buch und die Rezension, die es verdient. Helga Bürster , so erfuhr ich aus dem Nachwort, hat die Geschichte ihrer Großeltern erzählt. Das hat selbstverständlich seinen individuellen Wert, aber es sind so viele Bücher und Geschichten über die persönlichen Schicksale von Zwangsarbeitern auf dem Land geschrieben worden. Auch solche, in denen solche verbotenen Beziehungen geschildert werden, habe ich gelesen - obschon selten Kinder entstanden und die meisten dieser Beziehung tragisch endeten… Ist also diese eine Geschichte so besonders, so anders oder so erzählenswert? Ist Bürster eine so große Schriftstellerin, dass mich ihre Geschichte besonders ansprechen oder gar bewegen würde (oder müsste)? Der Verlag schreibt: “Helga Bürster erzählt wunderbar leicht und dabei doch tief bewegend davon, wie ein Schicksal die Jahrzehnte überdauert, wie das Schweigen über die Vergangenheit...

Adolf Hitler: Die Jahre des Aufstiegs 1889 - 1939 Biographie, von Volker Ullrich

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Adolf Hitler: Die Jahre des Aufstiegs 1889 - 1939 Biographie by Volker Ullrich My rating: 5 of 5 stars Mein Leben lang versuche ich bereits, wenngleich auch nicht zu verstehen, so doch zumindest nachzuvollziehen, wie Hitler und seine NSDAP in Deutschland an die Macht kommen konnten - wie konnte ein verkrachter “Kunstmaler” zum Diktator werden? Wie konnte ein Bierkeller-Agitator Millionen in seinen Bann ziehen, sie geradezu verführen, fanatisieren und in den Untergang treiben? Was bringt einen Menschen dazu, sechs Millionen Menschen jüdischen Glaubens, Sinti und Roma, Menschen mit Beeinträchtigungen und viele weitere Personengruppen systematisch zu verfolgen und zu ermorden? Was treibt einen Menschen an, einen Weltkrieg zu entfesseln? Was also liegt näher, als sich mit Hitler selbst und seiner Biographie auseinanderzusetzen? Bullock, Fest, Kershaw - ich habe sie alle gelesen und obschon sie alle ihre Stärken und Schwächen hatten - keine Biographie war so umfassend, detaillie...

Buddenbrooks, von Thomas Mann

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Buddenbrooks von Thomas Mann Meine Bewertung: 5 von 5 stars Mit Ausnahme einiger Phasen habe ich immer viel und sehr gemischt durch alle Genres gelesen. Da bleibt es nicht aus, daß von nahezu unerträglichem Mist über Durchschnitts-”Kost” so ziemlich alles dabei war. Ganz selten jedoch hatte ich so etwas wie literarische “Erweckungsmomente”. Thomas Manns “Buddenbrooks” war ein solches. Erschienen 1901 als Mann gerade einmal 26 Jahre alt war, hat “Buddenbrooks” seinen Weltruhm begründet und ihm 1929 den Nobelpreis für Literatur eingebracht, weil das Werk "im Lauf der Jahre eine immer mehr sich festigende Anerkennung als ein klassisches Werk der zeitgenössichen Literatur gewonnen hat.” Daran hat sich zumindest für mich auch nichts geändert, denn obschon “Buddenbrooks” den Niedergang einer spezifischen Familie im Lübeck des 19. Jahrhunderts schildert, so hat es doch in seinen Grundlagen nichts an Aktualität und Wahrhaftigkeit eingebüßt. Mann erzählt die Geschichte von vi...

Eine Frage der Chemie, von Bonnie Garmus

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Eine Frage der Chemie von Bonnie Garmus Meine Bewertung: 5 of 5 stars Eine Frage der Chemie von Bonnie Garmus war eines dieser zu seltenen Lesevergnügen, die mich an meinen Kindle fesselten, um "nur noch ein Kapitel" zu lesen. Lies den Klappentext, wenn Du wissen möchtest, worum es in diesem Roman eigentlich geht. In der Zwischenzeit werde ich vielleicht beim sechsten Versuch einen Weg finden, meine Freude darüber auszudrücken, dass ich dieses Buch gelesen habe, das für mich genau den richtigen Ton getroffen hat: Als Vater einer Tochter mit einem messerscharfen Verstand war ich wütend über die verachtenswerte Behandlung, die Elizabeth widerfährt. " Wir können mehr lernen, wir können weiter gehen, aber um das zu erreichen, müssen wir die Türen aufstoßen. Zu viele brillante Köpfe werden aufgrund von ignoranten Vorurteilen wie Geschlecht und Rasse von der wissenschaftlichen Forschung ferngehalten. Das macht mich wütend und das sollte auch Sie wütend mach...

Kleine Dinge wie diese, von Claire Keegan

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Kleine Dinge wie diese von Claire Keegan Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen Im krassen Gegensatz zu Keegans "Foster" konnte ich mit dieser Novelle, " Kleine Dinge wie diese " von Claire Keegan , nicht so viel anfangen. Das mag auch daran liegen, dass ich - wie so oft - nicht wusste, worum es in dieser Novelle geht. Wir befinden uns wieder einmal im Irland des Jahres 1985 und folgen Bill Furlong, unserem Protagonisten, bei seinen Auslieferungen, den Vorbereitungen auf Weihnachten mit seiner Familie, usw.. Vieles davon lies sich langsam an und war leider auch nicht sehr interessant. Erst als Furlong im örtlichen Kloster zufällig ein verzweifeltes Mädchen trifft, wird es einigermaßen interessant. Ich sympathisierte mit Furlongs Mut, dem Mädchen am Ende zu helfen, und beendete das Buch etwas enttäuscht. Die Anmerkung des Autors zum Text machte mich zunächst mit dem System der " Magdalenenheime " (lies: Kindesmissbrauch) bekannt, das (na...

Zukunftsmusik, von Katerina Poladjan

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Zukunftsmusik: Roman by Katerina Poladjan My rating: 2 of 5 stars "Hurz!" oder "Willkommen im sowjetischen Absurdistan!" Vielleicht erinnert sich ja noch jemand an “ Hurz! ” aus dem Jahre 1991 von und mit Hape Kerkeling , der einem Bildungspublikum eine absurde Oper vortrug und versuchte, dieses Publikum aufs Glatteis zu führen. Was ihm allerdings nur bedingt gelang. So etwa wie jenes Publikum sich gefühlt haben dürfte - irritiert, verwirrt, leicht genervt - so fühlte ich mich bei der Lektüre dieser dankenswert kurzen Novelle. War Kerkelings medialer Streich in seiner Einfachheit letztlich absurd und doch in sich clever, so war “ Zukunftsmusik ” von Katerina Poladjan leider eher uninteressant und über weite Teile ganz schlicht banal. Es ist 1985 und Tschernenko ist just am Tage vor Beginn der Handlung gestorben; sein Nachfolger wird Michail Gorbatschow, der sich anschickt, die Welt zu verändern. Aber soweit sind wir noch nicht: Noch leben in einer Kommunalka ...