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Showing posts with the label Humor

Sturm im Mumintal (Mumins #5), von Tove Jansson

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Sturm im Mumintal von Tove Jansson Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen Ich kenne die Mumin-Bücher seit meiner frühen Kindheit, und ich liebe sie wie kaum etwas anderes, das ich je gelesen habe. Gerade deshalb war ich froh, Sturm im Mumintal nicht bloß nostalgisch wiederzusehen, sondern neu zu erleben: als wildes, warmes, komisches Abenteuerbuch, das seine Zärtlichkeit nie von seiner anarchischen Lust am Chaos trennt. » Falls ein Sturm kommt«, sagte sie vor sich hin und seufzte glücklich. « Die Geschichte um die Mumins in einem unfreiwillig schwimmenden Theater ist nicht einfach nur originell. Sie ist eine grandiose Idee, weil sie Bewegung, Verwandlung und Spiel in die eigentliche Form des Romans einschreibt. Alles gerät ins Treiben, Häuser, Rollen, Familienordnungen, sogar die Frage, wer auf welcher Bühne gerade wen spielt. » Am nächsten Morgen stand alles unter Wasser. Kinderwagen, Fischkästen und Zäune segelten vorbei – und sogar ein Haus. « Es hat etwas von einem ständigen Neubeginn....

Man kann auch in die Höhe fallen (Alle Toten fliegen hoch #6), von Joachim Meyerhoff

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Man kann auch in die Höhe fallen von Joachim Meyerhoff Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen Aus dem Scheitern erwächst Größe – Ein literarischer Höhenflug voller Herz und Verstand! Joachim Meyerhoff hat sehr viel erlebt und darüber schreibt er in seiner Reihe “ Alle Toten fliegen hoch ”, die — mit Ausnahme seiner “ Hamster im hinteren Stromgebiet ” — für mich zu den Höhepunkten deutschsprachiger Literatur gehört. In den “Hamstern” schrieb er über seinen Schlaganfall; im vorliegenden Band nun verarbeitet er in gewohnter und doch immer wieder begeisternder Art seinen Rückzug von Berlin aufs Land zu seiner 86-jährigen Mutter. Eigentlich gekommen, um mit ihr auch über ein wirklich übles Geschehnis zu sprechen, kommt Meyerhoff erst ganz am Ende des Buches dazu. Vorher erfahren wir von seinen Versuchen, zu sich selbst zurückzufinden, zum Schreiben zurückzukehren und, nicht zuletzt, viel über seine bemerkenswerte Mutter. Mit viel Humor, von subtil bis grotesk, schreibt er sich fre...

Lückenbüßer (Kommissar Kluftinger #13), von Volker Klüpfel & Michael Kobr

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Lückenbüßer: Kluftinger ermittelt von Volker Klüpfel Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen Endlich wieder ein Kluftinger, den man gern liest! Die letzten beiden Kluftinger-Krimis fand ich nicht gut; der letzte, “ Affenhitze ”, war eine vollkommene Klamauk-Katastrophe mit Kluftinger als widerlichem, mobbendem alten weissen Mann. Danach sollte Schluss mit Kluftinger und seinen beiden aus der Zeit gefallenen Autoren für mich sein. Dann kam “ Druckfrisch ” mit Denis Scheck , der Regional-Krimis - oft zurecht - üblicherweise gar nicht mag, und ausgerechnet Scheck fand diesen neuen Band “Tierisch gut”. Und auch in diesem Fall hat er Recht: “ Lückenbüßer ” präsentiert uns einen Kluftinger, der, mittlerweile Interims-Polizeipräsident, plötzlich wieder denkt , seine Kolleg_innen (meist) anständig behandelt und von dem ich mich nicht mehr von Ekel erfüllt abwenden muss. In der kurzzeitig etwas zu sehr raumgreifenden Nebengeschichte treten Kluftinger und Langhammer bei den Lokalwahlen...

Der ganze Gaston, von André Franquin

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Der ganze Gaston von André Franquin Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen Ich erinnere mich noch genau, wie ich Gaston zum ersten Mal durch meinen Bruder kennenlernte, der eine beachtliche Sammlung der Comicbände besaß. Diese szenischen und oft anarchischen Abenteuer waren eine willkommene Abwechslung zu den eher konventionellen Geschichten, die meine Eltern bevorzugten. Als ich also " Der ganze Gaston " von André Franquin in die Hände bekam, fühlte es sich an wie eine Reise zurück in diese Zeit. Gaston, diese chaotische, liebenswerte Figur, hat nichts an seinem Charme und geradezu unglaublichem Unterhaltungswert eingebüßt. Er bleibt der unorganisierte Erfinder und "Schlaffi" mit dem Herz am rechten Fleck, der ständig im Zentrum von Turbulenzen steht (die er zudem zumeist selbst verursacht hat). In vielen Momenten treibt Gaston seine Kolleg_innen, allen voran anfangs den völlig überforderten Redakteur Fantasio, später dann den beförderten Demel, in den Wahn...

Der geheimnisvolle Stern (Tim und Struppi #10), von Hergé

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Der geheimnisvolle Stern von Hergé Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen Ich muss gestehen, dass " Der geheimnisvolle Stern " für mich einer der langweiligeren Bände in Hergés Tim-und-Struppi-Reihe ist. Die Geschichte beginnt mit Tims Entdeckung eines neuen, bedrohlichen Sterns, der scheinbar die Zerstörung der Erde bedeutet. Diese Katastrophe bleibt jedoch aus, und das drohende Unheil reduziert sich auf ein großes Bruchstück, das ins Polarmeer stürzt. Hergé versucht, mit einem Wettrennen zwischen einer von einer Bank finanzierten Expedition und Tim, der für die Europäische Forschungsgemeinschaft antritt, die Spannung aufrechtzuerhalten. Leider bleibt die Handlung relativ flach und repetitiv. Der Lichtblick des Bandes ist jedoch der erste Auftritt des grundsätzlich (hier allerdings weniger) unterhaltsamen Kapitän Haddocks, der in zukünftigen Abenteuern eine wichtige Rolle spielen wird. Auch für diesen Band ist es wichtig, die historischen Hintergründe zu kennen:...

Love to share – Liebe ist die halbe Miete, von Beth O'Leary

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Love to share – Liebe ist die halbe Miete von Beth O'Leary Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen Ein Hauch von frischer, nicht Young-Adult Romance-Luft! Eine tolle Prämisse, brillant geschrieben. Ich habe es geliebt! Nach einer Reihe von weniger als wünschenswerten Leseerlebnissen entschied ich mich für eine unterhaltsame, leichte Lektüre. Ich erwartete das Übliche: Feinde-zu-Liebhaber, Wortgefechte, schnelles Verliebtsein, etwas Konflikt, Versöhnung und ein Happy End. Meistens fühlen sich Liebesromane so an, als würden sie sich an ein eher junges Publikum richten - zu dem ich nicht mehr unbedingt gehöre. In " Love to share – Liebe ist die halbe Miete " von Beth O'Leary bekam ich Wortgefechte - auf Post-it-Zetteln. In einer Wohngemeinschaft. Geschrieben von zwei Erwachsenen: Leon, ein Krankenpfleger mit seinen eigenen psychischen Problemen, mit einem Bruder, Richie, der im Gefängnis sitzt, mit einer Mutter, die eine lange Geschichte von sie missbrauc...

Kummer aller Art, von Mariana Leky

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Kummer aller Art by Mariana Leky My rating: 5 of 5 stars Stellt Euch doch mal ein zartes, luftiges Zitronen-Mousse vor. Ihr nehmt einen Löffel davon und es ist die perfekte Mischung aus feiner Süße und milder Säure. Die Mousse zergeht Euch förmlich auf der Zunge und viel zu schnell seht Ihr betroffen, das Schälchen leer und viel Genuß noch offen… » Sonjas Vater hatte in seiner Rede zu ihrer Hochzeit gesagt, er kenne niemanden, der so schwer Abschied nehmen könne wie Sonja – als Kind, erzählte er, habe sich Sonja manchmal sogar von Leergut nur unter Tränen trennen können. « So zumindest erging es mir bei der Lektüre von Mariana Lekys “ Kummer aller Art ”. Es handelt sich um eine Sammlung von Kolumnen der Autorin, die im Gegensatz zum Titel zwar auch voller großer und kleiner Kümmernisse stecken, häufig aber auch von Alltagsszenen berichten, die gar nicht notwendigerweise den Kummer in den Vordergrund rücken. » Zu unser aller Bestürzung hat sich Ulrich die Haare gefärbt. Er sieht ...

Die schwarze Insel (Tim und Struppi, Band 6), von Hergé

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Die Schwarze Insel by Hergé My rating: 3 of 5 stars Nachdem die ersten Bände in - aus europäischer Sicht - weiter Ferne spielten und darunter die eigentliche Geschichte meist sehr litt und zudem sehr häufig Verharmlosung imperialistischer, kolonialistischer und auch rassistischer Vorgänge betrieben, ist dieser Band nun wohltuend anders: Hier kommt Tim zufällig einer Geldfälscherbande auf die Spur und verfolgt diese durch Europa bis nach Schottland. Weite Teile des Albums werden allerdings von der puren Verfolgung eingenommen, die zwar nett, aber - zumindest aus heutiger Perspektive - nicht wirklich besonders ist. Zur Einordnung: Ursprünglich erschien “ Die Schwarze Insel ” von 1937 bis 1938 wie seinerzeit üblich in einer Zeitschrift. Eine bereits modifizierte Neuauflage erfolgte 1943 und eine letzte große Überarbeitung endete 1965 mit einer modernisierten und “aufgehübschten” Fassung. Diese bis heute meistverbreitete Version habe ich gelesen. 1965 liegt aber heute bereits 57 Jah...