Die Einsamkeit der Seevögel, von Gøhril Gabrielsen
Die Einsamkeit der Seevögel von Gøhril Gabrielsen Meine Bewertung: 1 von 5 Sternen Gøhril Gabrielsens “ Die Einsamkeit der Seevögel ” verspricht in Titel und Klapptentext eine eindrucksvolle metaphorische Verbindung zwischen Natur und menschlicher Isolation, vermag diese jedoch kaum einzulösen. Der Roman greift mehrere gewichtige Themen auf, darunter sexualisierte Gewalt, Manipulation, die fragile Mutter-Kind-Beziehung, sowie ökologische Zerbrechlichkeit sowie diejenige der neuen Beziehung – und bleibt dabei doch oberflächlich und zerfahren. Bereits die Erzählweise ist teils überbordend und schwer zugänglich. Ein Eindruck, der durch Passagen wie die folgende verstärkt wird: » Die Nachricht verschwindet. Ich sehe die Wörter vor mir: Zerstückelt, in unkenntliche Ziffern und Zeichen zerlegt, steigen sie zwischen den Schneeflocken auf, gleiten durch eine Wolkenlücke und weiter in den Satellitenhimmel, finden ihren Stern, der die Nachricht mit einem Blinken wieder zur Erde sendet. ...